Eigenkündigung des Arbeitnehmers bei Krankheit

 

Es passiert nicht selten, dass Mandanten zu unserer Kanzlei kommen und den Wunsch äußern, dass sie so schnell wie möglich haben möchten, dass ihr Arbeitsverhältnis aufgelöst werden soll. Dieser Wunsch komm insbesondere dann vor, wenn Arbeitnehmer gemobbt wurden oder wenn eine Burn-Out Erkrankung oder sonstige Überforderungssituationen vorhanden sind.

Wer einfach so selbst in Eigeninitiative kündigt, riskiert allerdings, dass das Arbeitsamt eine Sperrzeit von 6 Monaten verhängt. Es macht daher Sinn,
gerade wenn man gesundheilich angeschlagen ist, frühzeitig anwaltliche Hilfe einzuholen.

Das Bundesarbeitsgericht hat im Urteil vom 22.03.2018- 8 AZR 190/17  ent-schieden, dass bei innerbetrieblichen Konflikten und schweren nachgewie-senen Gesundheitsschäden der Arbeitnehmer dann fristlos selbst kündigen kann, wenn die mit dem Arbeitsverhältnis verbundenen Gesundheitsrisiken ihm nicht mehr zugemutet werden können.

Dies setzt allerdings voraus, dass die arbeitsbedingten Gesundheitschäden durch Facharzt und/oder Fachklinikatteste gut dokumentiert sind.

Im Falle einer Eigenkündigung bekommt der Arbeitnehmer jedoch keine Abfindung.

Ist der Arbeitnehmer schwerbehindert, oder ist der Arbeitnehmer einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt, empfielt es sich, dass ein Präventionsverfahren vor dem Integrationsamt (in Baden-Württemberg "KVJS") eingeleitet wird. Hat der Betrieb mehr wie 10 Beschäftigte, dann greift das Kündigungschutzgesetz, mit der Folge, dass dann auch im Wege eines Aufhebungsvertrages eine Abfindung durch den Arbeitgeber erfolgen kann. In diesem Fall macht das beteiligte Integrationsamt zudem ein Schreiben an das Arbeitsamt mit der Bitte, von einer Sperrzeit abzusehen.
 

In allen Fällen des Arbeitsrechts/ Gesundheitsrechts/ Sozialversicherungs-rechtes helfe ich Ihnen anwaltlich gerne weiter.

 

Rechtsanwalt Thomas Eschle
Rennstr. 2

 

70499 Stuttgart

 

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